DIE REISEBERICHTE VOM SULZBERGER-TEAM
Wir führen regelmässig Studien- und Rekognoszierungsreisen durch, damit Sie von nützlichen und aktuellen Informationen profitieren können. Unsere Erlebnisse - für Sie zum Mitlesen!
1. Restaurant Botanica – wo der Basilikum noch im Regal wächst
Grün, gemütlich und irgendwie anders: Das Botanica in El Gouna hat mich auf Anhieb begeistert. Natürliche Materialien, runde Formen, viel Grün und sogar integrierte Gewächshaus-Regale, in denen Salat und Kräuter direkt vor Ort wachsen. Frischer geht’s kaum!
Besonders sympathisch fand ich aber das Essenskonzept. Unsere Gesellschaft mit rund 150 Personen wurde nach dem Sharing-Prinzip verköstigt. Die Speisen wurden geteilt, allerdings nicht einfach in grossen Schüsseln auf den Tisch gestellt, sondern vom Personal geschöpft. So landet weniger Essen auf den Tellern, das anschliessend weggeworfen werden muss. Was in der Küche bleibt, kann – sofern hygienisch möglich – weiterverwendet werden.
Ein kleines Detail mit grosser Wirkung. Und geschmeckt hat's übrigens auch!
2. Tuk-Tuk – Fahrtwind inklusive
Wer braucht schon eine Limousine, wenn er Tuk-Tuk fahren kann?
In El Gouna sind die kleinen, meist dreirädrigen Gefährte allgegenwärtig. Man bestellt sie bequem per Uber-App oder winkt spontan eines herbei. Für weniger als zwei Dollar geht's von A nach B – und das Feriengefühl gibt's gratis dazu.
Einsteigen, losrattern, Fahrtwind um die Nase wehen lassen und die Umgebung geniessen. Viel unkomplizierter kann man sich kaum fortbewegen.
Ich jedenfalls finde: Eine Tuk-Tuk-Fahrt gehört in El Gouna genauso dazu wie die Sonne und das Rote Meer.
3. Pyramiden und Grand Egyptian Museum – ein grosser Tag mit kurzem Anflug
Wer in Ägypten ist, möchte vielleicht auch einmal vor den berühmten Pyramiden stehen. Und spätestens mit dem Grand Egyptian Museum gibt es einen weiteren guten Grund, einen Ausflug nach Gizeh einzuplanen.
Von El Gouna aus dauert die Anreise auf der Strasse rund vier Stunden – pro Weg, versteht sich. Das ist für einen Tagesausflug schon eine ordentliche Portion Sitzleder.
Es geht aber auch eleganter: mit dem Flugzeug!
El Gouna verfügt über einen eigenen kleinen Flughafen, und auch Gizeh hat mit dem Sphinx International Airport einen Flughafen in der Nähe der Sehenswürdigkeiten. Mit einem entsprechend organisierten Flug lässt sich die Reisezeit deutlich verkürzen. Und nebenbei kann man den grossen Flughäfen von Hurghada und Kairo aus dem Weg gehen.
Ob sich das zeitlich und preislich lohnt, hängt natürlich von den verfügbaren Flugverbindungen ab. Für mich war es jedenfalls eine spannende Alternative zum langen Bustransfer.
Und die Pyramiden? Die sind auch beim wiederholten Besuch noch beeindruckend.
4. The Chedi – klein, fein und direkt am Meer
Ein überschaubares Luxushotel direkt am Meer, mit viel Stil, Ruhe und einer wunderbaren Atmosphäre.
Klingt nach einem kleinen Boutiquehotel irgendwo am Mittelmeer? Dort wäre ein vergleichbares Angebot allerdings oft kaum bezahlbar – wenn man es in dieser Form überhaupt findet.
In El Gouna gibt es mit dem The Chedi eine spannende Alternative.
Bei meiner Hotelbesichtigung hat mich das Haus auf Anhieb überzeugt. Keine riesige Ferienanlage, sondern ein Hotel, das mit seiner Architektur, seinem Design und seiner Lage punktet. Genau das Richtige für Gäste, die es gerne etwas ruhiger und exklusiver mögen.
Und das Beste: Man muss dafür nicht ans andere Ende der Welt fliegen. Nur den Reisepass sollte man nicht vergessen.
5. Sheraton Miramar – mein Balkon, mein Kaffee und das beste Hummus
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die in besonders guter Erinnerung bleiben. Wobei «klein» in diesem Fall nicht ganz zutrifft.
Mein Zimmer 7204 im Sheraton Miramar, ein Superior-Zimmer, hatte nämlich einen richtig grosszügigen Balkon. Genügend Platz für Sitzmöbel und einen Tisch – und am Morgen Sonne satt.
Mit einem Kaffee draussen sitzen, langsam wach werden und den Ferientag beginnen: Genau so mag ich das!
Ein weiteres Highlight war für mich das Frühstücksbuffet. Mein persönlicher Tipp: Unbedingt einen Abstecher in die Middle East Corner machen.
Dort gibt's unter anderem herrliches Hummus und Sambousek – diese knusprigen, mit Käse gefüllten Teigdreiecke, von denen man eigentlich nur eines nehmen wollte. Eigentlich.
Da darf das Gipfeli auch einmal links liegen bleiben.
Und was hat mir keine Freude gemacht?
Das E-Visum.
Ich bin ja durchaus ein Freund davon, Dinge vor einer Reise bereits zu erledigen. Also habe ich das ägyptische E-Visum gleich selbst ausprobiert.
Mein Fazit nach der Ankunft am Flughafen Hurghada: Den Aufwand hätte ich mir sparen können.
Kein separater Schalter, keine bevorzugte Behandlung und nicht einmal ein Cüpli als Belohnung für die vorbildliche Reisevorbereitung.
Stattdessen ging's durch dieselben Abläufe wie für alle anderen auch.
Solange sich daran nichts ändert, würde ich für die Einreise über Hurghada das Visum bei Ankunft bevorzugen.
Das E-Visum ist deshalb nicht grundsätzlich schlecht. Aber einen wirklichen Vorteil konnte ich bei meiner Einreise nicht entdecken.
Mein Fazit
El Gouna hat mich mit seiner Mischung aus entspanntem Ferienleben, schönen Hotels, gutem Essen und überraschend vielen Möglichkeiten begeistert.
Ob ein gemütlicher Morgen auf dem Balkon, eine rasante Tuk-Tuk-Fahrt oder ein Ausflug zu den Pyramiden: Hier lässt sich weit mehr erleben als nur Strand und Pool.
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